Was gibt uns heute noch Halt? Wer gibt uns Halt? An was und/oder wem dürfen wir uns orientieren?
In der Vorbereitung zu diesem ökumenischen Gemeinde- und Pfarrbrief 2025 waren wir uns im Redaktionsteam schnell einig, dass wir gerne gute Wege, positive Beispiele und hilfreiche Möglichkeiten aufzeigen möchten in einer Zeit der großen Veränderungen und Verunsicherung vielerorts.
Unser Titelbild zeigt uns eine junge Frau, eine Mutter die sich am Kreuz (fest)hält. Das Bild machte ihr 7-jähriger Sohn beim gemeinsamen Spaziergang, auf dem er den festen Halt und die Führung seiner Mutter erleben durfte. (Danke an den jungen Fotografen Raphael für das wunderbare und ausdrucksstarke Foto!)
Pfarrer Franz von Lüninck beschreibt in seinem Text stürmische Zeiten und zeigt auf den Glauben, der uns Halt gibt und verweist auf Gott, der uns in Jesus Christus Kraft schenkt. Mit „unsicheren Zeiten“ beginnt Pfarrer Rainer Hess seinen Beitrag und wünscht am Ende uns Leserinnen und Lesern neues Vertrauen in das Gute und „darauf, dass in dieser gefährdeten Welt, durch alle Krisen hindurch, Gott das letzte Wort behält“. Mit einem jedes Jahr aufs Neue gelebten Brauchtum verweist Pfarrer Constantin Greim auf den besonderen Zusammenhalt hier in Gilching. „Zusammenhalt in der Diversität“ und der gute Brauch, das Osterfeuer gemeinsam zu entzünden: „Brauchtum kann den Raum eröffnen, um sich immer wieder neu mit den Fragen des Glaubens auseinanderzusetzen. Brauchtum kann Halt geben, wenn es mit Inhalt und Leben gefüllt ist.“
Wir haben zudem unseren Gilchinger Bürgermeister Manfred Walter um einen Beitrag gebeten. Gemeinsam mit unseren Pfarrern gab er zu Beginn der Corona-Pandemie vor über 5 Jahren Orientierung für uns Gilchingerinnen und Gilchinger und appellierte an ein gutes Miteinander. Die Aufzeichnung ist auch heute noch online auf dem YouTube-Kanal von St. Sebastian verfügbar: https://www.youtube.com/@StSebastianGilching/videos
Jetzt schreibt der Bürgermeister in seinem Beitrag von echten Beziehungen, kritischem Denken, den demokratischen Werten und transparenten Fakten: „Was uns wirklich trägt, sind Vertrauen, echte Nähe und der feste Glaube an unsere gemeinsamen Werte.“ Großen Halt finden die Menschen in unseren Kirchen- und Pfarrgemeinden auch in den vielen Gruppen und Angeboten. Für alle Altersstufen und für die verschiedensten Interessen gibt es gute Möglichkeiten sich zu engagieren, Halt zu finden und auch anderen damit Halt zu geben.
Lesen Sie in dieser Ausgabe beispielsweise vom Miteinander der Pfarrjugend und den Ministranten, von Senioren-Treffen und dem gemeinsamen Singen, vom interreligiösen Dialog, den Angeboten der Arbeitsgemeinschaft Ökumene und Pax Christi, dem Mutterkindhaus, den Johannitern und dem Sozialdienst.
Und blicken Sie gern zurück mit uns auf ökumenische Fest- und wunderbare Taizé-Gottesdienste, aber auch auf andere Feiern, die uns „Zusammen-Halt“ geben in dieser Zeit.
Den Halt bei Gott finden und sich am Glauben (fest-)halten; diesen Wunsch und noch mehr Ermutigung möchten wir Ihnen mitgeben und Sie und uns gemeinsam ermutigen, für das Wahre und Gute ein- und aufzustehen und der Lüge „Ein-Halt“ zu gebieten.
Eduard Fuchshuber für das Redaktions-Team von "Christen gemeinsam”